Schiff ahoi, ihr Landratten!!!

Der Frühling ist da und damit wurde es langsam Zeit für unseren Jahresauftakt. Es ging in diesem Jahr einmal mehr an die Küste des Landes nur dieses Mal noch etwas weiter raus aufs Meer. Dazu haben wir ein Segelschiff gechartert mit dem wir die wilde Ostsee bezwingen wollten. Natürlich nicht irgendein Seegelschiff oder wie unser Skipper sie gerne nannte „Joghurtbecher“ sondern mit einem 80 Jahre alten wunderschönen Haikutter ganz aus Holz. Diese alte Dame hört auf den schönen Namen Alexa und hat ihren Heimathafen in Laboe.

Freundlich wurden wir an Board begrüßt und in die Regeln zur See eingewiesen. Das besondere an diesem Segeltörn war, dass wir tüchtig mit anpacken mussten oder besser durften, um den Kutter unter Segel zu setzten. Da wir als Landratten natürlich keine Ahnung vom Segeln haben, brauchten wir die richtigen Anweisungen damit dies gelingt . Dank der perfekt eingespielten Crew, die neben dem Skipper Stefan noch aus dem Bootsman und Teilzeitsmutje Dennis bestand, konnten wir die Aufgaben gut meistern. Mit vereinten Kräften hissten wir das Hauptsegel ohne große Probleme, die Segel blieben unbeschädigt und ohne Risse anders erging es der Hose einer unserer Hobbyseefahrerinnen die diese Aktion nicht so unbeschadet überstand.

Auf in den Wind!!! So dachten wir es uns jedenfalls, denn die wilde Ostsee entpuppte sich allmählich als ruhige See, und es wehte lediglich ein laues Lüftchen. Die Segel brachten uns schlicht weg nicht voran.

Doch eigentlich war dies auch überhaupt nicht nötig. Wir glitten gemütlich über die Förde in Richtung offene See. Dabei zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Der Wettergott meinte es gut mit uns und wir genossen die Sonnenstrahlen und vor allem die Ruhe. Ein wundersamer Effekt trat ein, der uns alle packte und in eine andere Welt beförderte. Die Geräusche des Festlandes verstummten allmählich und lediglich das ein oder andere Sportboot störte dröhnend die himmlische Ruhe. Ruhe war es auch, die in uns selbst einsetzte. Wir alle entspannten uns beim milden Schaukeln der Alexa, so sehr wie schon lange nicht mehr. Es war insbesondere dieser Moment und dieses Gefühl, der den Törn für uns so besonders machte und uns alle noch lange faszinierte.

Doch es gab natürlich auch Aktion an Board. Unser Skipper Stefan hatte doch tatsächlich eine Gitarre unter Deck. Ist der Skipper unter Deck, treiben die Deckaffen ihr Unwesen. Duplolas schnappte sich das Steuer und peilte den Horizont an. Kundige Seeleute erkennen an dieser Stelle den Fehler in der Navigation unseres Möchte-gern-Kapitäns. ;-). Er besann sich glücklicherweise auf das was er besser kann, schnappte sich die Klampfe des Skippers und brachte uns ein Ständchen. Neben Musik gab es auch noch lustige Pantomimespiele an Board. Keine Seefahrt ohne ein bisschen Seemansgarn. Obwohl vermutlich das meiste davon der Wahrheit entsprach. Skipper Stefan unterhielt uns mit vielen kleinen Anekdoten rund um die Alexa und erklärte uns unwissenden Landbewohnern wie es auf einem Segelschiff zu geht.

Unter Deck befanden sich die mehr als geräumigen und sehr luxuriösen Sanitäreinrichtungen unseres Kreuzfahrtschiffes ;-) . Natürlich war dem nicht so, aber das war nicht weiter schlimm und sorgte für allgemeine Belustigung. Es war ein kleines Abenteuer für sich, die Schiffstoilette aufzusuchen. Nennen wir es mal „Rustikal“. :-)  Insbesondere bei plötzlich einsetzendem Wellengang, etwa dann wenn ein großer Tanker vorbei kam, sollte man dort besser nicht vor Ort sein. Merkwürdigerweise traf es immer denselben, der den Seegang unter Deck erlebte. Unter Deck gab es aber noch mehr zu entdecken. Der Aufenthaltsraum samt Koje lud zum Verweilen ein und ließ erahnen, wie sich die Fischer dort einst fühlen mussten, wenn sie tagelang auf See waren. Schwer vorstellbar, dass dort einst Männer in diesen winzigen Kojen schliefen. Wir testeten sie und steckten gleich zwei Frauen zusammen hinein. Das klappte jedenfalls ganz gut.

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Ein großes Lob müssen wir auch für die Verpflegung an Board aussprechen. Der Erbseneintopf á la Alexa war ein Traum und die wahrscheinlich beste Erbsensuppe mit Würstchen, die man auf der Ostsee kriegen kann. Hier ein besonderer Dank an den Teilzeitsmutje. Getränke und Kuchen satt gab es auch. Was sollen wir sagen… sind die Wölfe satt, sind die Wölfe auch glücklich und das waren wir wirklich sehr.


Durch eine kleine Opfergabe an das alte Rübenschwein Rasmus kam ein wenig Wind auf und trieb uns langsam davon. Auch wenn wir einen gewissen Leuchtturm nicht abzuschütteln vermochten. Oder hat er uns verfolgt? Man weiß es nicht…

Jede Reise hat ein Ziel und so wurde es Zeit den Heimathafen anzusteuern. Wir durften noch einmal mit anpacken, die Segel einholen und beim Anlegen helfen. Die Zeit verging wie im Flug und wir nahmen gemeinsam einen Abschiedstrunk ein. Ein wirklich toller Tag ging zu Ende. Tiefenentspannt fuhren wir zurück zur Westküste. Wir schwankten noch eine Weile im Takt der imaginären Wellen und sinnierten über diesen mehr als gelungenen Jahresauftakt.

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Wir bedanken uns bei Skipper Stefan, Bootsmann Dennis und natürlich der alten Dame Alexa für diesen wunderschönen Tag.  Es war uns eine große Freude mit euch zu Segeln und wir können es jedem wärmstens empfehlen mit den dreien in See zu stechen. Es lohnt sich. Alle Infos zur Alexa und den Törns mit ihr gibt es hier:

https://www.segelvision.de 

Nach der Entspannung folgt nun die große Anstrengung. Eine kleine Delegation der Wölfe begibt sich am kommenden Wochenende nach Hamburg und geht dort als Staffel an den Start des Hamburg Marathons. Wir sind schon verdammt aufgeregt und werden davon berichten.

Wir sehen uns auf der Strecke, bis dann und immer einer Handbreit Wasser unterm Kiel,

eure (sch)wankdenden Wölfe

Ein Kommentar

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