Land unter in Basthorst

Sintflutartig fiel der Regen auf das beschauliche Anwesen des Barons zu Basthorst. Norddeutscher Hochsommer wie er im Buche steht und das fast das gesamte Wochenende. Selbst die Drainage des Polorasens versagte, sodass die Campsite teilweise zu einem kleinen See wurde und zum Badespaß für groß und klein einlud.

Den Anfang machte wie im letzten Jahr eine kleine Vorhut der Wölfe, die einen wunderbaren Lagerplatz direkt am Waldrand sicherte. Zu dieser Zeit regnete es etwas, aber als der erste Unterstand teilweise im Liegen aufgebaut war, schien sogar die Sonne, die sich jedoch alsbald für das restliche Wochenende verabschiedete und wieder Blitz und Donner das Ruder überließ.

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Blitze zuckten in der Ferne und der Donnergroll verhieß nichts Gutes. So kam es, dass sich das Unwetter über uns ergoss. Doch wir sind mittlerweile so manches gewöhnt und machten das Beste daraus. So wurde es sich auf unserer neu erworbenen Tafel gemütlich gemacht und wenn der Regen mal eine Pause machte, die eine oder andere Partie Leitergolf gespielt.

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Zu nächtlicher Stunde vernahmen wir dann recht fragwürdige Laute, die entfernt an das erinnern, was nach dem Genuss von reichlich Bohnen passiert… Es stellte sich heraus, dass es die Rufe des willigen Wikingers und eines brünftigen Elfs waren. Zwischenzeitlich beherbergten wir einen verlorenen gegangenen Tempelritter. Der arme verlor bei all dem Gold- und Silberrauben, doch tatsächlich den wahren Glauben. Doch wir brachten ihn wieder auf den rechten Weg, ein paar warme Worte und ein Hörnchen Met, schon kam die Erleuchtung, wenn auch etwas spät.

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Am nächsten Morgen bekam unser Lager Zuwachs. Wir begrüßten Isabel und Patrick, die uns an diesem Wochenende als Gastwölfe beehrten. Wir stärkten die Lebensgeister mit brauner Brühe und kalten Duschen, letzteres erwies sich Dank des Wassers auf der Lagerplane als äußerst komfortabel. Wir beobachteten einen Auffahrunfall direkt auf der Campsite, wobei sich herausstellte, dass der Motor nicht mal an war und die Handbremse laut Fahrerin versagte. Ein erfahrener Wolf schätzte den Schaden laut Knall auf 2000 Taler, wobei  1300 Taler sicher sind und wenn es auch noch eine Anhängerkupplung gibt, dann ab 4000 Taler. Der Kuriositäten nicht genug, wurden wir auch noch nach Erfahrungen im Autoaufbrechen gefragt, doch damit konnte leider keiner der Wölfe dienen.

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Der Pegel stieg an… nicht nur der unsere (dem Met sei Dank…) sondern auch der der Wassermassen auf der Campsite. Glücklicherweise blieben unsere Zelte von einem Wasserschaden verschont, wir saßen gemütlich auf unserer kleinen Hallig am Waldesrand und beobachteten den Anstieg der Wassermassen um uns herum. Allein unsere Lagerplane schwächelte etwas, und es tropfte hier und da etwas durch, bei diesen Wassermengen aber auch nicht verwunderlich.

Während sich ein kleiner Rest die Zeit mit Schmieden und Feuermachen auf der Campsite vertrieb, machten sich drey Weyber und Duplolas zusammen mit unseren Gastwölfen auf den Weg des Barons Gärten zu erkunden.

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Sie landeten am Ende des Tages, wie soll es anders sein, im Kuhstall. Beim Soundcheck der Cobblestones lernten sie eine Vogelscheuche, einen Pestraben, einen Söldner mit seiner Erika und viele andere kuriose Gestalten kennen. Es folgte ein lustiger Abend mit Haselnußwodka, Wein, Weib und Gesang. Die drey Weyber konnten es auch wieder nicht lassen das Tanzbein zu schwingen, aber seht selbst…

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An den Pestraben, das Video gibts bei vimeo zum Download.

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Dabei haben sie sich so sehr verausgabt, dass sie Duplolas zurückließen und sich auf den Weg zurück ins Camp machten, oder lag es vielleicht an dem aufgebrauchten Bier? Jedenfalls fanden sie auf ihrem Weg noch den einen oder anderen See, indem sie ihre wunderschönen Schuhe und Füße von all dem Matsch befreien konnten.

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Am nächsten Morgen haben die verschlafenen Wölfe festgestellt, dass sie sich entweder für heiße braune Brühe oder Hot Dogs entscheiden müssen. Irgendwer hatte den Spiritusvorrat zum Feuermachen, Trinken oder Putzen benutzt, wer weiß…. Wir entschieden uns für ein Heißgetränk und Cold Dogs.

So folgte im Anschluss der routiniert schnelle Abbau und schon wurde das Basthorstwochenende für beendet erklärt. Aber halt! Noch war der Tag nicht vorbei! Die drey Weyber hatten noch ein Date mit der deutschen Elf! Es wurde mitgefiebert, gejubelt und am Ende gefeiert! Ja, wir sind im Viertelfinale!

Das nächste MPS-Wochenende wird für alle dann Bückeburg II sein. Wir sehen uns!

Eurer Otto, Lotte und die wankenden Wölfe

3 Kommentare

    • Hallo nialebt,
      wir würden sagen… Es war, wie es sich gehört.
      Feucht und fröhlich 🙂
      In Hamburg lassen wir uns überraschen, dat wird.
      Vom norddeutschen Hochsommer lassen wir uns doch nicht schocken!
      LG
      de Metinger

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